EEN BW und e-mobil BW gemeinsam für Innovation und Internationalisierung
Das Enterprise Europe Network Baden-Württemberg (EEN BW) und die Landesagentur e‑mobil BW haben im Jahr 2025 gemeinsame Aktivitäten umgesetzt. Beide Organisationen bieten konkrete Unterstützungsangebote für Unternehmen in Baden-Württemberg.
Die Landesagentur e-mobil BW treibt die Industrialisierung und Markteinführung zukunftsfähiger Automotive- und Wasserstofftechnologien in Baden-Württemberg voran. Damit stärkt sie langfristig den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg und verfolgt eine regionale Strategie zur flächendeckenden Etablierung klimafreundlicher und vernetzter Mobilitäts- sowie Energietechnik. Außerdem koordiniert e-mobil BW verschiedene Netzwerke und Cluster-Initiativen zu Elektromobilität, Transformation der Automobilwirtschaft, Wasserstofftechnologien sowie zu digitalen und softwarebezogenen Querschnittsthemen im Automotive-Bereich. Rund 1.000 Akteure aus Industrie, Wissenschaft und öffentlicher Hand kommen in den Netzwerken und Clustern zusammen. Die e-mobil BW bündelt das Expertenwissen, vernetzt relevante Akteure und initiiert neue Projekte.
Das Enterprise Europe Network Baden-Württemberg ergänzt diese Aktivitäten mit seinem starken internationalen Netzwerk sowie maßgeschneiderten Unterstützungsangeboten – etwa in der internationalen Partnersuche, der Erschließung von Auslandsmärkten, im Innovationsmanagement und im Bereich europäischer Förderprogramme für kleine und mittelständische Unternehmen.
Diese komplementären Stärken konnten im Jahr 2025 gezielt genutzt werden. Zwei gemeinsame Aktivitäten standen dabei im Fokus:
- - die Veranstaltung des Netzwerks Intelligent Move zu „Software defined mobility: the connection of vehicles, infrastructure and digital systems“
- - die Delegationsreise zwischen Baden-Württemberg und Großbritannien zu „Hydrogen Technologies & Innovations“
Im folgenden Interview blickt die e‑mobil BW auf die gemeinsamen Aktivitäten zurück.
Im Jahr 2025 haben e‑mobil BW und das Steinbeis Europa Zentrum als Partner des EEN BW mehrere gemeinsame Aktivitäten umgesetzt. In welchen Bereichen waren beide Organisationen konkret aktiv?
e‑mobil BW: Einerseits ist da die Veranstaltung „Software defined mobility: the connection of vehicles, infrastructure and digital systems“ des Netzwerks Intelligent Move zu nennen. Sie fand im Mai 2025 in Stuttgart statt und war Teil einer niederländischen CCAM‑Delegationsreise. CCAM steht für „Cooperative, connected and automated mobility“. Ziel war es, sich zu softwarebasierter Mobilität und zur Vernetzung von Fahrzeugen, Infrastruktur und digitalen Systemen länderübergreifend zwischen deutschen und niederländischen Akteuren auszutauschen. Die e‑mobil BW übernahm mit ihrem Netzwerk Intelligent Move die inhaltliche Programmgestaltung und durch die Zusammenarbeit mit dem Steinbeis Europa Zentrum konnte ein hervorragendes Matchmaking zwischen den baden-württembergischen Netzwerkpartnern und den internationalen Gästen auf die Beine gestellt werden.
Andererseits haben wir im Dezember 2025 gemeinsam die Delegationsreise „Hydrogen Technologies & Innovations – Baden‑Württemberg & UK“ durchgeführt. Auch hier lag die Ausgestaltung des Programms bei der Landesagentur e‑mobil BW. Es gab ein interessantes Speaker-Panel sowie gezielte Networking‑Angebote für Unternehmen aus dem Cluster H2BW, der durch e-mobil BW koordiniert wird. In Ergänzung dazu organisierte das Steinbeis Europa Zentrum die Delegationsreise gemeinsam mit europäischen Partnern und schuf einen strukturierten Rahmen für internationale Vernetzung und Kooperationsanbahnung. So konnte die britische Unternehmensdelegation aus dem Wasserstoff‑Transportsektor nachhaltige Beziehungen zu Akteuren aus Wirtschaft und Forschung in Baden‑Württemberg aufbauen.
Welche Vorteile bietet die Zusammenarbeit mit dem Enterprise Europe Network bei der Konzeption und Organisation solcher Fachveranstaltungen und internationalen Formate?
e‑mobil BW: Das EEN hat ein europaweites Netzwerk an Start-ups, KMU und Großkonzernen, die in vielfältigen Technologiebranchen zuhause sind. Fachveranstaltungen im Mobilitätssektor profitieren durch die gezielte Einbindung dieser internationalen Kontakte. Gleichzeitig können wir die Sichtbarkeit unserer Formate auf europäischer Ebene erhöhen und wertvolle Networking‑ und Kooperationsmöglichkeiten ermöglichen. Auch Einblicke in relevante EU‑Fördermöglichkeiten sind von Vorteil.
Wie trägt das Enterprise Europe Network dazu bei, dass Veranstaltungen wie die CCAM‑Netzwerkveranstaltung konkrete internationale Kooperationen anstoßen?
e‑mobil BW: Ein entscheidender Faktor ist das strukturierte und zielorientierte Matchmaking. Bei der CCAM‑Veranstaltung war dieses sehr gut vorbereitet, sodass qualitativ hochwertige Gespräche und Kontakte entstanden sind, die die Anbahnung von Kooperationen deutlich erleichtern. Als direktes Resultat konnten z.B. die niederländischen Partner der CCAM‑Veranstaltung für die Teilnahme am Zulieferertag Automobilwirtschaft BW im Oktober 2025 gewonnen werden. Dort
ergänzten sie das Programm mit Einblicken in den niederländischen Automotive-Markt.
Welche Akzente konnten durch die gemeinsamen Aktivitäten für das Mobilitäts‑ und Innovationsökosystem in Baden‑Württemberg gesetzt werden?
e‑mobil BW: Im Rahmen unserer UK-Reise wurden gezielte Austauschmöglichkeiten zwischen Mitgliedern des Clusters H2BW und den Teilnehmenden der britischen Delegation geboten. Clusterpartner erhielten die Gelegenheit, sich durch Impulsvorträge zu präsentieren (Globe Fuel Cell Systems, Cellcentric, ZSW) sowie die UK-Delegation vor Ort zu empfangen (DLR Stuttgart, EKPO in Dettingen, Zeltwanger Leaktesting & Automation in Dußlingen sowie Tübingen). Dadurch konnten sie ihre Kompetenzen und Produkte einem internationalen Fachpublikum vorstellen. Der persönliche Austausch ist hierbei sehr wertvoll, um Hürden abzubauen.
Wo sehen Sie weiteres Potenzial für die Zusammenarbeit von e‑mobil BW und dem Enterprise Europe Network?
e‑mobil BW: Weiteres Potenzial sehen wir insbesondere beim Zugang zu EU-Fördermöglichkeiten für Organisationen aus Baden-Württemberg sowie beim Matchmaking mit potenziellen, europäischen Partnern. Die persönliche und konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern beim Steinbeis Europa Zentrum schafft dabei einen besonderen Mehrwert für unser Netzwerk und unsere Aktivitäten.