DEUTSCHLAND | Nordrhein-Westfalen

 
Das weltweit größte Netzwerk für Internationalisierung
NRW.Europa - Ihr Partner für Innovation, Technologie und neue Märkte

NRW.Europa stellt vor: Agnieszka Kaminska-Swiat, Beraterin für Internationalisierung, im Interview mit Eva Ihnenfeldt

Agnieszka Kaminska-Swiat ist eine Frau, die ihre wirtschaftliche und interkulturelle Kompetenz verbindet mit menschlicher Wärme und Weltoffenheit. In ihrer täglichen Arbeit im Enterprise Europe Network (EEN) schätzen mittelständische Unternehmen, Stakeholder und Forschungseinrichtungen diese Eigenschaften sehr, denn die Projektleiterin Agnieszka Kaminska-Swiat weiß, wie aus Fremden Kooperationspartner werden – und wie Vertrauen entsteht.

Was ist NRW.Europa?

NRW.Europa ist ein Zusammenschluss der ZENIT GmbH, der NRW.BANK und der NRW.International GmbH. Die Partner haben innerhalb des EEN die Aufgabe, kleinere und mittlere Unternehmen dabei zu unterstützen, sich in Kooperation mit anderen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen international erfolgreich aufzustellen. Auch StartUps und ScaleUps (junge Unternehmen mit starkem Wachstum) können von NRW.Europa unterstützt werden.

Bei der ZENIT GmbH in Mülheim a. d. Ruhr, arbeiten die Beraterinnen und Berater mit interkulturellem Verständnis daran, dass sich NRW mit seiner Innovationskraft und seinem starken Mittelstand international weiter entfalten kann. NRW.Europa wird durch die Europäische Kommission, die Landesregierung Nordrhein-Westfalen sowie die NRW.BANK gefördert bzw. kofinanziert.


Was ist das Enterprise Europe Network?

Das Enterprise Europe Network (EEN) wurde 2008 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen, um kleine und mittlere Unternehmen bei der Internationalisierung  zu unterstützen. Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, innovationsfördernder Technologietransfer und internationale strategische Partnerschaften stehen im Fokus des Projekts. Für dieses Ziel arbeiten ca. 3.000 Expert*innen in mehr als 600 Organisationen in  65 Ländern zusammen.
 

 

Agnieszka Kaminska-Swiat, Beraterin für Internationalisierung

Agnieszka Kaminska-Swiat arbeitet nun schon seit 2012 bei der ZENIT GmbH im Bereich Internationalisierung. Zuvor hatte sie in ihrem Heimatland Polen Magister-Titel in Betriebswirtschaft und Linguistik erworben. Sie fühlt sich in drei Sprachen zuhause und spricht zusätzlich etwas Spanisch. Jahrelang hatte sie als Studentin und Jung-Akademikerin interkulturelle Projekte geleitet und so schon früh gelernt, kulturelle Eigenarten der unterschiedlichsten Nationen zu verstehen und zu schätzen.

Agnieszka Kaminska-Swiat ist ein empathischer Mensch, der jedes Projekt mit Neugier, Freundlichkeit und Optimismus begleitet – und ihre Erfolge geben ihr Recht. Am Anfang jeder geschäftlichen Beziehung steht der Aufbau von Vertrauen. Gerade im internationalen Business ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich die Kooperationspartner aus verschiedenen Kulturen Wertschätzung und Verlässlichkeit entgegenbringen. Ohne Vertrauen lässt sich kein gemeinsames Projekt erfolgreich gestalten.

Dass Agnieszka Kaminska-Swiat nun schon so viele Jahre bei der ZENIT GmbH arbeitet, liegt nicht nur an der interessanten Aufgabenstellung, sondern auch daran, dass die mehr als 60 Mitarbeiter*innen bei ZENIT sehr teamorientiert arbeiten. Flache Hierarchien, vielseitige Entwicklungsmöglichkeiten und die grundlegende Offenheit für neue Ideen ermöglichen es ihr, sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit und ihrem Know-how einzubringen. Hinzu kommt, dass die Tätigkeit ihr die Möglichkeit gibt, sich mit ihren Kolleg*innen des weltweitagierenden Enterprise Europe Network auszutauschen und dadurch den Boden für den Wirtschaftsstandort NRW zu bereiten und Partner zusammen zu bringen.


Mit welchen Fragestellungen kommen Mittelständler zu Agnieszka Kaminska-Swiat?

Mittelständische Unternehmen aus NRW, die innovative Produkte oder Technologien entwickeln oder bereits entwickelt haben, brauchen für den internationalen Erfolg entweder kompetente Entwicklungspartner oder passgenaue Markteintrittsstrategien. Nur mit den richtigen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie den Aufbau entsprechender Netzwerke gelingt die Internationalisierung.

Genaue Kenntnisse der bestehenden Förderprogramme und Verbundprojekte können kaum von den Unternehmen selbst geleistet werden. Die Beratung und Begleitung über NRW.Europa spart Zeit und Kosten – und bringt dem Unternehmen auch finanzielle Vorteile.

Die Berater*innen von NRW.Europa sind sehr viel unterwegs – bei Konferenzen, Messen, Kooperationsbörsen und weiteren Veranstaltungen. Als Expert*innen sind sie gern gesehene Speaker, Gesprächspartner, Vermittler und  Workshop-Leiter. Durch die Netzwerkkontakte zu Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Politik und Stakeholdern lassen sich häufig Lösungen finden, die für alle Beteiligten ein echter Gewinn sind.
 

Wie läuft ein Beratungsprozess ab?

Wendet sich ein mittelständisches Unternehmen aus NRW an ZENIT, wird zunächst in einem Erstgespräch eruiert, welche Unterstützung das Unternehmen benötigt. Häufig geht es um neue Märkte, neue Produkte und die Entwicklung von passgenauen Markteinstrittsstrategien. So betreut sie  viele Unternehmen aus der Lebensmittelbranche, beispielsweise aktuell eine Firma, die Niederlassungen in Kroatien, Polen und Ungarn eröffnen will. Neben dieser klassischen Internationalisierungsberatung kann auch die Partnersuche in den Bereichen Vertrieb, Lieferanten, Technologietransfer und Forschungskonsortien der Antrieb sein, warum ein kleineres oder mittleres Unternehmen ZENIT kontaktiert.

Da Agnieszka Kaminska-Swiat neben ihren vielfältigen Qualifikationen auch zertifizierte IHK-Fachfrau für Zoll- und Außenwirtschaft ist, kann sie Unternehmen bei Fragen zum Thema Verzollung, bei Ein- und Ausfuhrverfahren, bei der Systematik von Drittland-Geschäften helfen. Die neusten Freihandelsabkommen mit Japan und Singapur sind eine echte Herausforderung für den Mittelstand. In diesem Jahr wird noch Vietnam hinzukommen und weitere Möglichkeiten bieten. Auch dazu bietet sie Unterstützung.

Im Grunde genommen orientieren sich die Beratungsprozesse bei NRW.Europa und der ZENIT GmbH immer  am Bedarf des Kunden. Zunächst werden die Herausforderungen identifiziert, dann ein Aktionsplan entworfen – und schließlich Maßnahmen umgesetzt. Beim Wettbewerb „Internationalisierung 2020“ können sich Unternehmen noch bis zum 15. März 2020 darum bewerben, bei ihren Internationalisierungsprozessen individuell begleitet zu werden. Die Gewinnchancen sind gut.
 

„Mit dem Smartphone Leben retten“

Zum Abschluss unseres Gesprächs stellt mir Agnieszka Kaminska-Swiat noch ein Projekt aus dem Bereich Forschung vor, das sie erfolgreich begleiten konnte. Die COREVAS GmbH aus Grevenbroich konnte mit Unterstützung von NRW.Europa im Jahr 2017 einen polnischen Entwicklungspartner  kennen lernen. Gemeinsam wurde eine Smartphone-App entwickelt, die Leben rettet. EmergencyEye® ermöglicht es Laien, im Notfall genau das Richtige zu tun, selbst in unbekannten Umgebungen und fernen Ländern. (Link zur NRW.Europa-Erfolgsgeschichte von Emergency Eye)

Über die App kann die richtige Rettungsstelle kontaktiert werden, der genaue Standort wird übermittelt, Anweisungen des Rettungsdienstes werden automatisch in die eigene Sprache übersetzt. Die Entwicklung von EmergencyEye® konnte durch  eine Initiative der EU-Kommission zur Förderung von Innovationen und Technologien in Europa (EIT-Health), und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie innerhalb von anderthalb Jahren realisiert werden. 

Abschließend lässt sich feststellen, dass mittelständische Unternehmen aus NRW gern die vielen Chancen nutzen, um im internationalen Markt zu wachsen und an Bedeutung zu gewinnen. Agnieszka Kaminska-Swiat erzählt, dass sich allein  anlässlich der Kooperationsbörse auf der MEDICA in Düsseldorf ca. 300 Unternehmen aus mehr als 30 Ländern jedes Jahr zu Gesprächen treffen. Hier werden innerhalb von drei Tagen über 1.000 Geschäftstermine geführt und viele neue Projekte angestoßen.

Auch auf der Messe gamescom in Köln ist NRW.Europa stets sehr erfolgreich bei der Vernetzung der verschiedenen Player aus Wirtschaft und Wissenschaft. Dort konnten im letzten Jahr über 200 teilnehmende Unternehmen aus über 30 Ländern bei der Kooperationsbörse gamesmatch beraten und miteinander vernetzt werden.

Kleine und mittlere Unternehmen, StartUps und ScaleUps mit Internationalisierungsbestrebungen können sich  bei der ZENIT GmbH telefonisch melden, um einen Termin für ein Erstgespräch zu vereinbaren. Oder interessierte Unternehmen kommen zu einer der zahlreichen Veranstaltungen, Kooperationsbörsen und Unternehmerreisen von NRW.Europa, um Kontakt aufzunehmen. Über  Newsletter werden anstehende Termine und Aktivitäten an alle Interessierten verbreitet. NRW.Europa bietet viele Chancen und Möglichkeiten – Unternehmen sollten diese Möglichkeiten kennen und nutzen.

www.nrweuropa.de
#EENCanHelp

Kontakt: zum NRW.Europa-Team
 

Mehr zur Autorin und Social Media-Expertin Eva Ihnenfeld erfahren Sie unter:
https://steadynews.de/

Autor

Eva Ihnenfeld im Auftrag der ZENIT GmbH

ad@zenit.de

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