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Offene EUREKA-Ausschreibungen für Projekte mit grünem Wasserstoff

Created by Jan Pohl | |   Nordrhein-Westfalen Lokalnachrichten

Bis zum 5. November 2021 haben Antragsteller:innen aus Deutschland die Möglichkeit, einen Projektvorschlag im Bereich grüner Wasserstoff in internationalen Konsortien einzureichen und bis zu 1 Million Euro zu erhalten.

Angesichts globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel fördert EUREKA Forschungs- und Entwicklungsprojekte in internationalen Konsortien, die kohlenstoffarme Energietechnologien mit grünem Wasserstoff entwickeln. Neben Deutschland sind Belgien (Flandern), Kanada, Finnland, Irland, Portugal und Spanien antragsberechtigt, wobei für jedes Land andere Förderbedingungen gelten.

Die geförderten Projekte sollten sich speziell mit Lösungen für den Transport von Wasserstoff und verwandten Themen befassen und einen Beitrag zur Pilotaktion für grünen Wasserstoff im neuen Europäischen Forschungsraum (EFR) leisten. Folgende Fragestellungen und Herausforderungen werden mit der Ausschreibung adressiert:

  • Können bestehende Infrastrukturen (z.B. für den Transport von Gas) auch für den Transport von Wasserstoff genutzt werden (z.B. Anforderungen an das Material)?
  • Voraussetzungen für die grenzüberschreitende Nutzung der Infrastruktur
  • Verringerung der Verluste bei Transport und Speicherung (Effizienzgrad)
  • Konzeption der Infrastruktur vom Erzeuger bis zum Verbraucher einschließlich Überwachung und Kontrolle
  • IoT/Sensoren/Smart Meter
  • Kombination von stationären und mobilen Infrastrukturen (per Schiff und auf der Straße).

Darüber hinaus sollte untersucht werden, wie diese Forschungsthemen zu übergreifenden Fragen beitragen können, wie z. B.:

  • (Vergleichende) Analysen des Potenzials und der wirtschaftlichen Machbarkeit verschiedener Transportoptionen (z. B. direkter Transport vs. LOHC vs. Wasserstoffträgerstoffe wie NH3, CH4, CH3OH, synthetisches Gas usw.)
  • Integrierte Planung von Netzen unter Verwendung digitaler Zwillinge oder unter Berücksichtigung regionaler Aspekte (Nachfrage, Produktionskapazitäten usw.)
  • Internationale Zertifizierungsmöglichkeiten für Wasserstoff und seine Derivate
  • Analyse potenzieller Importrouten für Wasserstoff aus Übersee, um eine vorausschauende Netzplanung zu ermöglichen
  • Intelligente Planung, die Strom-, Gas- und Wärmenetze kombiniert, und wie Wasserstoff eingebunden werden könnte (z. B. in ein europäisches "Supernetz")
  • Sozioökonomische Aspekte, Marketing- und Akzeptanzfragen und Gestaltung des Übergangs von Gas- zu integrierten Energienetzen für Europa
  • F&E-Maßnahmen, die auf die Vision von 100 % erneuerbarem (grünem) Wasserstoffabzielen, der in verschiedene Verbrauchssektoren integriert ist und die Verwendung fossiler Rohstoffe erheblich ersetzen kann.

Neben den Möglichkeiten, die sich für die Entwicklung und Produktion von Materialien, Komponenten, Prozessen oder Systemen ergeben, sollten auch die Möglichkeiten für einen effizienten und gezielten Verbrauch und die Erzeugung in der Wertschöpfungskette gefördert werden.

Neben der Verkehrsinfrastruktur sind auch andere Themen willkommen, wie z.B.:

  • Batterien und Brennstoffzellen (kritische Materialien und Komponenten und Hauptsysteme) sowie die zugehörigen Herstellungsprozesse
  • Pilotanlagen zur H2-Erzeugung und -Speicherung aus erneuerbaren Energiequellen (Windkraft, Photovoltaik)
  • Neue Systeme, Ausrüstungen für die Steuerung, Regelung und Verteilung von Wasserstoff und die damit verbundenen Herstellungsverfahren (einschließlich neuer Werkstoffe und Sensoren)
  • Verbesserte Infrastruktur für die Erzeugung, Nutzung und Erweiterung von Wasserstoff (Technik, Simulationen, Bau, Logistik)
  • Neue Verfahren zur Nutzung von H2 in der Industrie (in Schwerindustrien, die traditionell Öl und Gas verwenden), z. B. Zement, Chemie, Schifffahrt usw.

Bewerbungsschluss ist der 5. November 2021, wobei die Einreichungsfristen von Land zu Land variieren können. Die Vergabe des EUREKA-Labels und die Entscheidung über die Finanzierung erfolgen zwischen April und Mai 2022, wobei die Projekte frühestens am 15. Mai 2022 beginnen dürfen.

Die Beratungsangebote des NRW.Europa-Teams umfassen:

  • Wir bewerten Ihre Projektskizze im Hinblick auf die Ausschreibungskriterien
  • Wir überprüfen den roten Faden Ihres Projektantrags
  • Wir prüfen Ihren Antrag auf Plausibilität und Vollständigkeit
  • Wir klären allgemeine Fragen zur Ausschreibung

Gerne informieren wir Sie über die Details und Kriterien für die Zuschussfähigkeit der Projekte. Rufen Sie uns einfach an.

Quelle: https://www.eurekanetwork.org/open-calls/greenhydrogen-2021

Kontakt:

ZENIT GmbH / Enterprise Europe Network
für Nordrhein-Westfalen NRW.Europa

Jan Pohl
Telefon: 0208 30004-76
E-Mail: jp@zenit.de

Dr. Uwe Birk
Telefon: 0208 30004-49
E-Mail: bi@zenit.de

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